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Der Grenzstein
in der Naarn
HEIMATVEREIN PERG
im
Das Jahrhunderthochwasser 2002 veranlasste die Ge-
meinde 2008 dem Projekt eines Wildholzrechens in der
Naarn, als Teil eines Gesamtprojektes, näher zu treten. Sei-
tens des Landes wurden Gutachten eingeholt, auf Grund
derer der Standort des Rechens bei Straßenkilometer 1,93
festgelegt wurde.
Dem Vorstand des Heimatvereines war bekannt, dass
sich in der Nähe des zu errichtenden Wildholzrechens am
rechtsseitigen Rand des Flussbettes ein Stein mit der ein-
gravierten Jahreszahl 1685 samt einem Kreuz befindet.
Die Mitarbeiter Hans Pree und Herbert Grübler machten
sich auf die langwierige Suche nach dem durch das Hoch-
wasser verlandeten und von Sträuchern überwachsenen
Stein, die erfolgreich abgeschlossen werden konnte.
Gleichzeitig erfolgte die Freilegung, Reinigung und Besei-
tigung des Bewuchses im Lagebereich. An der Innenseite
einer Leitschiene der vorbeiführenden Naarntalstraße wur-
de eine Markierung angebracht, um künftig das Auffinden
des Grenzsteines zu erleichtern, da es sich bei diesem
um ein wertvolles heimisches Kulturgut handelt, dessen
Ursprung in der Folge zu einem geschichtlichen Rückblick
veranlasst.
Auf einem dem Fluss gegenüberliegenden Hangsporn
befindet sich der Burgstall „Geiersberg“, östlich des land-
wirtschaftlichen Anwesens Reifegger, Oberlebing 9. Die
ehemalige Kleinburg (Hangspornanlage) war einer der
Stammsitze der Öder und ist heute nur mehr durch eine
Erdsubstruktion zu erkennen.
GESCHICHTE
Grenzstein – Archiv Heimatverein
In den Jahren 1986 und 1991 wurde die Anlage von Kons.
Leopold Mayböck untersucht und vermessen. Bei Grabun-
gen wurden diverse Keramikfragmente und zwei Messer
aus Eisen gefunden, die eine Datierung der Errichtung der
Burg im 12. Jht. zulassen. Gegen Ende des 13. Jht. ist die
Burg abgekommen.
Burgstall Geiersberg 1986 – L. Mayböck
Abb. Rekonstruktionsversuch der
Burg von L. Mayböck auf Grund
von Vermessungen
Abb.
Burg Geiersberg
auf Notgeld
Lebing 1920 -
freie Erfindung
des Künstlers